Kerndämmung im Westerwald
Die Kerndämmung ist eine Sonderform der Einblasdämmung und bezeichnet das Verfüllen des Hohlraums zwischen der Vorsatzschale und der Tragschicht bei zweischaligem Mauerwerk. Sie ist eine der effektivsten Methoden, um Bestandsgebäude nachträglich zu dämmen – ohne die Fassade optisch zu verändern.
Voraussetzungen für eine Kerndämmung
Damit eine Kerndämmung infrage kommt, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein:
- Ausreichende Hohlraumbreite – Der Hohlraum zwischen den Mauerschalen sollte mindestens 3 cm betragen.
- Guter Zustand der Fassade – Risse, lose Stellen oder beschädigte Fugen müssen vorab instand gesetzt werden.
- Keine aufsteigende Feuchtigkeit – Feuchte Hohlräume sind für eine Kerndämmung ungeeignet, da das Material seine Dämmwirkung verlieren würde.
- Vorhandene Hohlschicht – Das Gebäude muss über ein zweischaliges Mauerwerk verfügen (Verblendmauerwerk mit Luftschicht).
Typische Anwendungsfälle
Die Kerndämmung eignet sich besonders für:
- Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser mit Klinker- oder Verblendfassade
- Gebäude der 1960er bis 1980er Jahre mit ungedämmtem Hohlraum
- Reihenhäuser und Doppelhaushälften mit zweischaliger Bauweise
- Objekte, bei denen das äußere Erscheinungsbild erhalten bleiben soll
Ablauf einer Kerndämmung
- Vorprüfung – Zustand der Fassade, Hohlraumtiefe und ggf. Feuchtigkeitsmessung
- Bohrungen setzen – Definierte Bohrlöcher in den Fugen der Vorsatzschale
- Material einblasen – Gleichmäßiges Befüllen des Hohlraums von unten nach oben
- Verschließen – Fugenmörtel oder farblich abgestimmte Masse
- Abschlusskontrolle – Sichtprüfung und ggf. Dämmdickenmessung
Häufige Fragen zur Kerndämmung
Wann ist eine Kerndämmung sinnvoll?
Immer dann, wenn ein zweischaliges Mauerwerk mit ungedämmtem Hohlraum vorliegt und die Fassade in gutem Zustand ist. Die Kerndämmung verbessert den Wärmeschutz, ohne das äußere Erscheinungsbild zu verändern.
Kann jede Fassade kerngedämmt werden?
Nein. Die Fassade muss aus zwei Schalen mit einem durchgehenden Hohlraum bestehen. Monolithische Wände ohne Luftschicht sind für eine Kerndämmung nicht geeignet.
Was kostet eine Kerndämmung?
Die Kosten für eine Kerndämmung hängen von der Fläche, der Zugänglichkeit, dem gewählten Dämmstoff und dem Aufwand für Bohrungen und Verschließen ab. Ein Fachbetrieb erstellt ein individuelles Angebot.
Kann eine Kerndämmung bei Regen ausgeführt werden?
Einblasarbeiten an der Fassade sollten bei trockener Witterung durchgeführt werden. Nässe in der Hohlschicht kann die Dämmwirkung beeinträchtigen.
Ist eine Kerndämmung auch im Winter möglich?
Ja, viele Dämmmaterialien können auch bei niedrigen Temperaturen eingeblasen werden. Frost sollte zum Zeitpunkt der Ausführung jedoch nicht herrschen.
Kerndämmung prüfen lassen
Ob Ihr Gebäude für eine Kerndämmung geeignet ist, klärt eine Vor-Ort-Prüfung. Senden Sie uns Ihre Anfrage.
Kerndämmung anfragenVermittlungsplattform. Kein eigener ausführender Dämmbetrieb im Westerwald.