Altbau dämmen mit Einblasdämmung
Altbauten haben oft großes Potenzial für eine nachträgliche Dämmung – aber auch besondere Anforderungen. Die Einblasdämmung kann in vielen Altbauten eine gute Lösung sein, erfordert jedoch eine besonders sorgfältige Prüfung der Bausubstanz.
Anders als bei modernen Gebäuden sind die Wandaufbauten in Altbauten häufig unbekannt, wurden im Laufe der Zeit verändert oder weisen Schäden auf. Eine oberflächliche Einschätzung reicht hier nicht aus.
Vorteile der Einblasdämmung im Altbau
- Hohlräume oft vorhanden – Viele Altbauten verfügen über ungedämmte Hohlschichten in Wänden oder Decken.
- Weniger Abbrucharbeiten – Im Vergleich zur Kerndämmung mit Dämmplatten oder einer Innendämmung sind die Eingriffe geringer.
- Fassade bleibt erhalten – Bei der Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk ändert sich das äußere Erscheinungsbild nicht.
- Nachrüstbar – Die Einblasdämmung kann oft auch dann noch umgesetzt werden, wenn andere Dämmmethoden nicht mehr wirtschaftlich oder praktikabel sind.
Voraussetzungen – gründliche Prüfung vor Ort
Vor einer Einblasdämmung im Altbau müssen folgende Punkte geklärt werden:
- Wandaufbau – Handelt es sich um ein zweischaliges Mauerwerk oder einen anderen Aufbau mit Hohlraum?
- Materialien – Sind alte Füllstoffe, lose Mörtelreste oder andere Hohlraumeinbauten vorhanden?
- Feuchtigkeit – Gibt es aufsteigende oder eingedrungene Feuchte in der Wand?
- Statik – Ist die Konstruktion für die zusätzliche Last des Dämmmaterials ausgelegt?
- Schadstoffe – Enthalten die vorhandenen Materialien Asbest oder andere problematische Stoffe?
Risiken und Nachteile
Eine Einblasdämmung im Altbau ist nicht ohne Risiken. Vor einer Entscheidung sollten diese Aspekte bedacht werden:
- Unbekannte Schichten – Nicht immer ist vorab erkennbar, ob der Hohlraum durchgängig ist.
- Feuchteproblematik – Feuchte Hohlräume können durch eine Dämmung verschlimmert werden.
- Denkmalschutz – Bei unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden können Einschränkungen bestehen.
- Keine pauschalen Einsparversprechen – Die tatsächliche Verbesserung der Energieeffizienz hängt stark vom Gebäude ab.
Häufige Fragen zur Altbaudämmung
Lohnt sich eine Einblasdämmung bei einem Altbau?
Das hängt vom Gebäude ab. Wenn geeignete Hohlräume vorhanden sind und die Bausubstanz intakt ist, kann die Einblasdämmung eine sinnvolle Maßnahme sein. Eine Vor-Ort-Prüfung gibt Aufschluss über die konkrete Eignung.
Muss ich den Altbau vor der Dämmung sanieren?
Nicht zwingend. Allerdings sollten vorhandene Mängel wie Risse, Feuchteschäden oder lose Fugen vor der Dämmung behoben werden, um die Wirkung der Maßnahme nicht zu gefährden.
Kann man die Dämmung in Etappen durchführen?
Ja, das ist möglich. So kann beispielsweise zuerst die oberste Geschossdecke und später die Fassade gedämmt werden. Allerdings sind die Ergebnisse besser, wenn die Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind.
Ist die Einblasdämmung für Fachwerkhäuser geeignet?
Fachwerkhäuser erfordern eine besonders sorgfältige Planung. In den Gefachen kann eine Einblasdämmung möglich sein, sofern die Konstruktion trocken und standsicher ist. Denkmalschutzauflagen sind zu beachten.
Wie viel Heizkosten kann ich im Altbau sparen?
Die Einsparung hängt von vielen Faktoren ab: Gebäudezustand, bisherige Dämmung, Heizverhalten und Umfang der Maßnahme. Pauschale Einsparversprechen sind nicht seriös – der Fachbetrieb kann eine individuelle Einschätzung geben.
Altbaudämmung prüfen lassen
Ob Ihr Altbau für eine Einblasdämmung geeignet ist, klärt eine gründliche Vor-Ort-Prüfung. Senden Sie uns Ihre Anfrage.
Altbaudämmung anfragenVermittlungsplattform. Kein eigener ausführender Dämmbetrieb im Westerwald.