Fassade dämmen mit Einblasdämmung
Die Fassade macht einen großen Anteil der Gebäudehülle aus – ungedämmte Außenwände sind eine der Hauptursachen für hohe Heizkosten. Mit der Einblasdämmung (Kerndämmung) lässt sich der Hohlraum in zweischaligen Außenwänden nachträglich verfüllen, ohne die Fassade von außen zu verändern.
Wichtig: Die hier beschriebene Methode der Einblasdämmung für Fassaden ist die Kerndämmung. Sie ist nicht mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zu verwechseln, das auf die Außenwand aufgebracht wird.
Voraussetzungen für die Fassadendämmung per Einblasdämmung
Die Einblasdämmung der Fassade ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich:
- Zweischaliges Mauerwerk – Das Gebäude muss über eine Vorsatzschale (z. B. Klinker) und eine Tragschicht mit dazwischenliegendem Hohlraum verfügen.
- Ausreichende Hohlraumtiefe – Der Hohlraum sollte mindestens 3 cm betragen, damit Dämmmaterial eingeblasen werden kann.
- Guter Fassadenzustand – Risse, lose Fugen oder Beschädigungen an der Vorsatzschale sollten vor der Dämmung instand gesetzt werden.
- Trockener Hohlraum – Keine aufsteigende Feuchtigkeit oder Durchfeuchtung der Schalen.
Wann ist eine Einblasdämmung der Fassade nicht geeignet?
Für folgende Gebäude kommt die Einblasdämmung der Fassade nicht infrage:
- Monolithische Außenwände (z. B. Vollziegel, Porenbeton) ohne Hohlschicht
- Fachwerkhäuser ohne geeigneten Hohlraum in der Außenwand
- Gebäude mit WDVS – hier ist keine Einblasdämmung möglich oder sinnvoll
- Fassaden mit starker Durchfeuchtung oder Schädlingsbefall
In diesen Fällen sind andere Dämmmethoden wie ein WDVS oder eine Innendämmung zu prüfen.
Zustand der Fassade prüfen lassen
Vor einer Kerndämmung sollte die Fassade gründlich begutachtet werden. Dabei wird unter anderem geprüft:
- Gibt es Risse oder Schäden in der Vorsatzschale?
- Sind Anzeichen von Feuchtigkeit oder Salzausblühungen sichtbar?
- Wie ist der Zustand der Fugen und Anschlüsse?
- Ist der Hohlraum durchgängig oder durch Mörtelreste verschlossen?
Häufige Fragen zur Fassadendämmung mit Einblasdämmung
Kann jede Fassade mit Einblasdämmung gedämmt werden?
Nein, nur Fassaden mit zweischaligem Mauerwerk und einem durchgehenden Hohlraum eignen sich für die Einblasdämmung. Bei monolithischen Wänden sind andere Dämmmethoden erforderlich.
Bleibt die Fassade nach der Dämmung unverändert?
Ja. Nach dem Verschließen der Bohrlöcher sind die Eingriffe kaum sichtbar. Das äußere Erscheinungsbild der Fassade bleibt erhalten.
Was ist der Unterschied zur WDVS-Dämmung?
WDVS wird auf die Außenwand aufgebracht und verändert das Erscheinungsbild der Fassade. Die Einblasdämmung füllt den vorhandenen Hohlraum in der Wand aus – ohne zusätzliche Schicht auf der Außenseite.
Muss die Fassade vor der Dämmung saniert werden?
Kommt auf den Zustand an. Kleinere Risse oder beschädigte Fugen sollten vorab ausgebessert werden. Bei größeren Schäden ist eine vorherige Sanierung zu empfehlen.
Kann die Einblasdämmung der Fassade gefördert werden?
Ja, für nachträgliche Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Förderprogramme. Ob und in welcher Höhe, hängt vom Einzelfall ab.
Fassadendämmung prüfen lassen
Lassen Sie prüfen, ob Ihre Fassade für eine Einblasdämmung geeignet ist. Wir nehmen Ihre Anfrage entgegen.
Fassadendämmung anfragenVermittlungsplattform. Kein eigener ausführender Dämmbetrieb im Westerwald.